Kindliche Stimm- und Sprachstörungen

Von der Geburt an bis zum 2. Monat zeigt Ihr Baby erste Reaktionen auf Geräusche wie z.B. das Rascheln von Seidenpapier.

Es äußert sich in langen, vibrierenden Vokalen.

Ab dem 2. Monat reagiert Ihr Baby auf Musik, lauscht und sucht mit den Augen nach der Geräuschquelle. Es gibt Laute von sich, wenn mit ihm gesprochen wird.

Mit Eintritt in den 4. Lebensmonat beginnt Ihr Baby unter Einfluss von Musik zu "brabbeln", oder es hört auf, zu weinen. Ihr Baby fängt nun an, sich in deutlichen, auch verdoppelten
Silben bei wechselnder Lautstärke und Tonhöhe zu äußern.

Es hört auch sehr leise Geräusche und sucht deren Ursprung.

Ab dem 8. Monat reagiert Ihr Kind auch dann auf sehr leise Geräusche, wenn es anderweitig beschäftigt ist. Die Bedeutung des Wortes "Nein" wird verstanden.

"Mama" oder "Papa" sind die typischen Begriife, die während des 9. und 10. Monats erlernt werden und deren Bedeutung erkanntwird. Mit Eintritt in den 10. Lebensmonat reagiert Ihr Kind auf den eigenen Namen und auch ohne ein entsprechendes Handzeichen.

Ab dem 11. Monat beginnt Ihr Kind sich in "1-Wort-Sätzen" zu äußern. Es erfreut sich an vorgetragenen Gedichten, Reimen oder Liedern.

Wenn Sie Abweichungen von dem aufgezeigten Entwicklungsablauf feststellen, müssen diese nicht zwangsläufig auf Hörschäden hindeuten, können jedoch Anzeichen hierfür sein.

Es ist daher für die Entwicklung des Kindes sehr wichtig, dass Sie auf Abweichungen achten und mit Ihrem Arzt darüber sprechen. Jede Woche, jeder Monat zählt für die Früherkennung.

Nehmen Sie unbedingt die empfohlenen Vorsorgetermine wahr:


1. und 2. Vorsorgeuntersuchung wird im Krankenhaus durchgeführt
3. Vorsorgeuntersuchung in den ersten beiden Monaten
4. Vorsorgeuntersuchung während des 4. Monats
5. Vorsorgeuntersuchung zwischen dem 6. und 7. Monat
6. Vorsorgeuntersuchung im Laufe des 12. Monats


Wenn Sie Zweifel haben, wenden Sie sich an Ihren Hals-Nasen-Ohrenarzt, der eine Untersuchung zum Ausschluss einer Hörstörung durchführen kann.

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